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Pressemitteilungen

17.10.2008

Herz-Kreislauferkrankungen: Lebensstiländerung kann jeden Zweiten retten

Herz-Kreislauferkrankungen: Lebensstiländerung kann jeden Zweiten retten

Verstärkte Projektarbeit macht Tiroler noch gesünder

Anlässlich der Präsentation der bundesweiten Kampagne „Mein Herz und Ich. Gemeinsam gesund.“, die die nächsten beiden Jahre ganz in das Zeichen der Herz-Kreislaufgesundheit stellt, widmet sich der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), die nationale Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung und Prävention, auch der Gesundheitslage der TirolerInnen.

Mit tatkräftiger Unterstützung von Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg und gemeinsam mit dem avomed – Arbeitskreis für Vorsorgemedizin und Gesundheitsförderung in Tirol – setzt der FGÖ ab sofort eine Reihe von konkreten Projekten im Land um.

Faktum ist: Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems sind österreichweit eines der dringendsten Probleme des Gesundheitswesens. Sie sind nicht nur Ursachen für eine lebenslange Beeinträchtigung der Betroffenen, sondern für 44 Prozent aller Sterbefälle in Österreich verantwortlich und damit Todesursache Nummer 1. In Zahlen starben 2007 knapp 33.000 ÖsterreicherInnen an Herz-Kreislauferkrankungen, gefolgt von bösartigen Krebserkrankungen (rund 19.000 Todesfälle).

Auch in Tirol stehen Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems mit rund 40 Prozent an der Spitze der Todesursachen. Im Bundesländervergleich liegt Tirol mit diesen Daten unter dem österreichschen Durchschnitt, wie auch der Tiroler Gesundheitsbericht 2007 belegt.

Im Österreich-Vergleich liegt Tirol mit seinen Gesundheitsdaten ganz vorne. Die Lebenserwartung bei der Geburt liegt mit 82,9 Jahren bei Frauen bzw. 78,5 Jahren bei Männern deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Bei Vorsorgeuntersuchungen liegt Tirol gemeinsam mit Vorarlberg an der Spitze – ein starkes Indiz für das hohe Gesundheitsbewusstsein der TirolerInnen. Auch der Anteil der stark übergewichtigen sowie adipösen LandesbürgerInnen ist im Vergleich zum Österreich-Schnitt verhältnismäßig niedrig.

„Aber 2.050 Todesfälle durch Herzerkrankungen sind immer noch zu viel: denn hinter allen Erkrankungen mit tödlichem Ausgang stehen individuelle menschliche Schicksale und Leidensgeschichten. Zudem gilt es, vor allem bei der jungen Generation Bewusstseinsbildung für einen gesunden Lebensstil zu erreichen. Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein“, erklärt Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg.

„Eines ist evident“ so Landesrat Tilg weiter: „Der beste Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen ist ein gesunder Lebensstil“.

Das bedeutet für das tägliche Leben: Wenn jeder ausgewogen isst, sich regelmäßig bewegt, weniger Stress hat und so wenig wie möglich Alkohol trinkt und raucht, könnte mindestens die Hälfte der Herz-Kreislauferkrankungen vermieden werden.

Dieses Wissen ist Ausgangspunkt für eine Intensivierung der Gesundheitsförderung in Tirol. Gemeinsam mit dem starken regionalen Partner avomed wird ab sofort durch maßgeschneiderte Programme Bewusstsein für die Herz-Kreislaufgesundheit geschaffen und die Tiroler Bevölkerung mit Handlungsanleitungen und Hilfestellungen dazu motiviert, etwas für ihr Herz zu tun.

 

Kleine Lebensstiländerungen mit großer Wirkung für die Gesundheit – ganz im Sinne der FGÖ-Initiative

Mit seinem Schwerpunktprogramm „Mein Herz und Ich. Gemeinsam gesund.“ setzt der FGÖ nachhaltige Maßnahmen zur Förderung der Herz-Kreislaufgesundheit. Das Ziel: Österreichweit Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jeder sich mit kleinen Verhaltensänderungen nach kurzer Zeit besser, vitaler und gesünder fühlen kann.

Auf der Plattform www.bummbumm.at finden registrierte Mitglieder eine Reihe von Angeboten für ein aktives und gesundes Leben.

„Die Kampagne zielt – einfach und anschaulich umgesetzt – darauf ab, Lust auf gesunde Ernährung zu machen, Freude an der Bewegung zu vermitteln und die positiven Effekte von seelischem Wohlbefinden zu zeigen“, erklärt Mag. Christoph Hörhan, Leiter des FGÖ.

„Warum ist leicht erklärt: Besonders wichtige Zielgruppen wie Jugendliche und sozial Benachteiligte sind über Inhalte und Informationen schwer zu erreichen. Bei ihnen ist eine nachhaltige Lebensstiländerung am ehesten über die Vermittlung von Spaß und Freude erreichbar“, weiß Mag. Christoph Hörhan.

 

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen lokale Aktivitäten

Eines der Herzstücke der FGÖ-Initiative sind die regionalen Gesundheitsförderungs-Einrichtungen des AKS Austria mit ihren starken und schlagkräftigen regionalen Vereinsstrukturen, wie dem avomed in Tirol. „Diese kennen die besten Mittel und Wege, um die Menschen dort zu erreichen, wo sie lernen, arbeiten und leben. So ist sichergestellt, dass Gesundheitschancen für alle – ohne soziale Bedingung – eröffnet werden“, freut sich Christoph Hörhan über die Zusammenarbeit.

„Die Medienkampagne ist aber nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Die Dimensionen und die Vielschichtigkeit des Themas erfordern eine österreichweite Allianz engagierter Partner“, betont Mag. Hörhan und freut sich, dass Unternehmen, Vereine und Institutionen sich in den Dienst der gesunden Sache stellen. Mit dabei sind unter anderem BILLA, Intersport, die österreichischen Bäckereien und Molkereien, sowie das Rauchertelefon und die Arbeitskreise für Sozialmedizin.

Umso wichtiger ist es, dass sich sowohl die Tiroler Landesregierung als auch der avomed in den Dienst der gesunden Sache stellen und in vielen Alltagssituationen Anreize und Angebote platzieren, die Menschen dazu motivieren, die guten Vorsätze gleich in die Tat umzusetzen.

 

Tirol handelt: „Mein Herz und Ich. Gemeinsam gesund.“-Aktivitäten

Ergänzend zu seinen bestehenden Projekten setzt der avomed das Herz-Kreislauf-Gesundheitsförderungsprogramm des FGÖ in Tirol federführend um.

Als Vorreiter-Projekt startet der avomed – beginnend mit Stams – von 3.-7. November die Initiative „Gesundheitsstraße“ im Rahmen der avomed Dorfgesundheitswoche. Ziel ist es, die gesamte Gemeindebevölkerung sowohl umfassend über Herzgesundheit als auch über eine gesunde Lebensweise und Risikofaktoren zu informieren“, kündigt Dr. Ludwig Gruber, avomed-Vorstandsvorsitzender, stolz an.

 

Arbeit mit den Menschen – Was alles geboten wird:

Eine ganze Woche lang steht Stams ab 3.11. beispielgebend unter dem Thema „Herzgesundheit“. Frei zugängliche Abendvorträge sind den Themen Gesundheit durch Bewegung, richtige Ernährung, Risikofaktoren die zu Herzinfarkt führen, sowie Rauchen, Diabetes und Bluthochdruck gewidmet. Ergänzend hat die Stamser Bevölkerung Gelegenheit, den eigenen Gesundheitszustand im Rahmen einer Gesundheitsstraße kostenlos checken zu lassen und Werte wie Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker usw. zu ermitteln. Die Auswertung der Daten und ein ärztliches Beratungsgespräch runden die Gesundheitsstraße ab.

 

Die Aktivitäten und Termine im Überblick:

Montag, 3.11., 20 Uhr Vortrag: Risikofaktoren, die zum Herzinfarkt führen

Dienstag, 4.11.-Freitag, 7.11., täglich ab 17 Uhr: Gesundheitsstraße

Dienstag, 4.11., 20 Uhr Vortrag: Die richtige Ernährung - Gesundes Buffet im Anschluss

Mittwoch, 5.11., 20 Uhr Vortrag: Rauchen

Donnerstag, 6.11., 20 Uhr Vortrag: Gesundheit durch Bewegung

Freitag, 7.11., 20 Uhr Vortrag: Zuckerkrankheit und Bluthochdruck

 

Im Zuge der Dorfgesundheitswoche werden die GemeindebürgerInnen weiters im Rahmen des „Gesundheitscafé“ von einer Vertreterin der Vitalwerker (www.vitalwerker.com) zur Beurteilung der Gesundheit in der Gemeinde befragt, um Ideen, Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte zu sammeln. Diese Ergebnisse fließen in die Planung der Aktivitäten für das kommende Jahr 2009 ein. Um noch schlagkräftiger in der Umsetzung zu werden wird mit ausgewählten VertreterInnen der Gemeinde ein „Gesundheitszirkel“ gegründet, der konkrete Gesundheitsförderungs-Maßnahmen mitträgt und begleitet. Eine Erhebung zur Verbesserung des Gesundheitszustandes in Stams schließt das Pilotprojekt ab.

„Parallel werden nach diesem Vorbild in ganz Tirol vergleichbare Initiativen gestartet, um den Menschen in unserem Land Gesundheitsangebote zugänglich zu machen. Möglich wird diese flächendeckende Gesundheitsförderung vor allem auch durch die Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich“, ist Ludwig Gruber begeistert.

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 Gemeinsam Gesund: Die Säulen eines gesunden Lebensstils

Der Fokus der Aktivitäten des Herz-Kreislauf-Gesundheitsprogramms des FGÖ liegt klar auf gesunder Ernährung, Bewegung und seelischer Gesundheit. Aber auch die Risikofaktoren Alkohol und Rauchen werden im Rahmen der Kampagne thematisiert.

Bewegung stärkt das Herz. Als wirksames Mittel für die Herz-Kreislaufgesundheit braucht es gar keine schweißtreibenden, anstrengenden Aktivitäten. Kleine Bewegungseinheiten, in den Alltag eingebaut, wirken viel nachhaltiger als einmalige sportliche Höchstleistungen. Auf 30 Minuten Bewegung sollte man täglich kommen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Dafür reicht es schon, kurze Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, auf den Fahrstuhl zu verzichten und konsequent Treppen zu steigen oder ausgedehnt spazieren zu gehen.

 Ausgewogene Ernährung wirkt gleich auf mehreren Ebenen gesundheitsfördernd: Blutdruck und Cholesterinwerte bleiben im „grünen Bereich“ und Übergewicht hat wenig Chancen. Die Grundregeln sind: Weniger Fleisch, Zucker- und Fetthaltiges, dafür mehr Gemüse, Obst, Getreide- und Milchprodukte. Dieses Rezept zeigt die Ernährungspyramide sehr anschaulich: Mehr von den Lebensmitteln an der Basis der Pyramide, weniger von denen an der Spitze.

[Druckfähige Versionen zum Download auf http://www.fgoe.org/presse-publikationen/presse/fotos-grafiken/infografiken]

 Stress und seelische Belastungen können auf Dauer dem Herz schaden. Auf soziale Kontakte und seelisches Wohlbefinden zu achten ist deshalb gut für die Gesundheit. Wer überlastet ist, fordert am besten Hilfe an – vom Vorgesetzten, von Kollegen, Familie, Freunden, Nachbarn, etc. Positiv wirkt sich auch eine ausgleichende Freizeitbeschäftigung aus, idealerweise ein bisschen Bewegung. Problemlösung und Stressbewältigung kann man erlernen!

 

Suchtverhalten mit großem Risikopotenzial

Alkohol und Nikotin sind erwiesenermaßen Gift fürs Herz. Beide haben aber ein Suchtpotenzial, dass es schwer macht, den Konsum zu reduzieren oder damit aufzuhören. Hier ist professionelle Unterstützung notwendig. Der FGÖ kooperiert deshalb mit dem Rauchertelefon, das schon tausende Aufhörwillige dabei unterstützt hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Ob man den Alkoholkonsum im Griff hat oder professionelle Hilfe empfehlenswert wäre ergeben Tests im Internet.

 

Weitere Informationen:

Kampagnenwebpage www.bummbumm.at und www.gesundesleben.at

______________________________________________________

 Servicestellen und Beratung:

 Bei Fragen zum Thema Essen:

Ernährungshotline: 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, max. 10 Cent/Minute) oder www.ernaehrungshotline.at 

 

Rauchertelefon

0810 810 013 (Mo-Fr 13-18 Uhr, max. 10 Cent/Minute)

www.rauchertelefon.at

E-Mail: info@rauchertelefon.at

 

Alkohol-Selbsttest

www.antonprokschinstitut.at/typo3/home/information/selbsttest.html

oder www.suchtwoche.de/selbstest/

 

Fit für Österreich – Bring Bewegung in Dein Leben

www.fitfueroesterreich.at

 

Rückfragehinweise:

MMag. Dr. Clemens Rissbacher
Tiroler Landesregierung, Büroleiter Landesrat DI Dr. Bernhard Tilg
6020 Innsbruck, Eduard-Wallnöfer-Platz 3
Tel: 0512 508 2081, Fax: 0512 508 2085 

clemens.rissbacher@tirol.gv.at

www.tirol.gv.at/regierung

 

avomed – Arbeitskreis für Vorsorgemedizin und Gesundheitsförderung in Tirol 

Mag. Philipp Thummer
6020 Innsbruck, Anichstraße 6
Tel.: 0512-586063-17, Fax: 0512-583023, E-Mail: p.thummer@avomed.at
www.avomed.at

 

Mag. Johannes Mak

Agentur Ecker und Partner

E-Mail: j.mak@eup.at

Tel.: 01-599 32-36

 

Mag. Markus Mikl, Leiter Kommunikation Gesundheit Österreich GmbH

Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich

Tel.: 01-895 04 00-16

E-Mail: markus.mikl@fgoe.org, Homepage: www.fgoe.org

Pressekontakt

Unterstützen auch Sie den 26. Oktober 2011 und helfen Sie mit Österreich fit zu machen.
 

Fonds Gesundes Österreich

Mag. Markus Mikl
Fonds Gesundes Österreich
Gesundheit Österreich GmbH
1020 Wien, Aspernbrückengasse 2

Telefon: +43 (0)1 895 04 00
Telefax: +43 (0)1 895 04 00 - 20
E-Mail:  markus.mikl@goeg.at

 


 

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